Vor dem Eingriff
Mitbringen. Versichertenkarte, Überweisung, Ihren Medikationsplan oder eine Liste Ihrer Medikamente, den Allergiepass, falls vorhanden, und Röntgenbilder aus Ihrer Zahnarzt- oder Hausarztpraxis.
Medikamente. Nehmen Sie Ihre Medikamente wie gewohnt. Blutverdünner setzen Sie nicht selbstständig ab; ob und wie sie angepasst werden, besprechen wir vorher mit Ihnen und bei Bedarf mit Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt. Sagen Sie uns, wenn Sie Medikamente gegen Knochenabbau bekommen (Bisphosphonate, Denosumab) oder eine Chemo- oder Strahlentherapie hatten.
Essen und Trinken. Bei örtlicher Betäubung dürfen Sie vorher normal essen. Bei Dämmerschlaf (Sedierung) oder Vollnarkose bleiben Sie sechs Stunden nüchtern; klare Flüssigkeit ist bis zwei Stunden vorher erlaubt. Genaue Angaben erhalten Sie im Vorgespräch.
Begleitperson. Nach Dämmerschlaf (Sedierung) oder Vollnarkose dürfen Sie 24 Stunden nicht selbst fahren und keine wichtigen Entscheidungen treffen. Bitte lassen Sie sich abholen.
Kleidung. Bequem, nichts, was über den Kopf gezogen werden muss. Kein Make-up im Gesicht, wenn dort operiert wird.
Nach dem Eingriff
Kühlen. In den ersten 48 Stunden von außen kühlen, immer mit einem Tuch zwischen Haut und Kühlpack, in Abständen von etwa 20 Minuten.
Essen. Erst essen, wenn die Betäubung nachgelassen hat, damit Sie sich nicht auf Lippe oder Wange beißen. In den ersten Tagen weich und nicht zu heiß. Kein Alkohol, kein Nikotin, bis die Wunde verheilt ist.
Mundhygiene. Am Tag des Eingriffs nicht spülen. Ab dem Folgetag Zähne wie gewohnt putzen und die Wunde aussparen. Eine Mundspülung verordnen wir Ihnen bei Bedarf.
Schonung. Eine Woche kein Sport, keine Sauna, kein schweres Heben. Schlafen Sie mit leicht erhöhtem Kopf.
Schmerzen. Nehmen Sie das verordnete Schmerzmittel nach Plan, das erste Mal, bevor die Betäubung nachlässt. Keine Mittel mit Acetylsalicylsäure (zum Beispiel Aspirin), sie fördern Nachblutungen.
Wunde. Fäden ziehen wir nach etwa einer Woche. Am ersten Tag ist es normal, dass der Speichel rötlich aussieht, schon wenig Blut färbt viel Speichel.
Bei einer Nachblutung. Setzen Sie sich aufrecht hin und beißen Sie 30 Minuten fest auf eine Mullkompresse (Aufbisstupfer) oder ein sauberes, zusammengerolltes Stofftaschentuch. Sehen Sie zwischendurch nicht nach und spülen Sie nicht, beides löst das Blutgerinnsel. Blutet es danach noch, wiederholen Sie das mit einer frischen Kompresse für weitere 30 Minuten. Hört die Blutung auch dann nicht auf, rufen Sie uns an.
Wann Sie anrufen sollten
- Nachblutung, die nicht aufhört, obwohl Sie zweimal 30 Minuten fest auf eine Kompresse gebissen haben, oder die stärker wird; wenn Sie Blutverdünner nehmen, rufen Sie lieber früher an
- Schwellung, die ab dem vierten Tag wieder zunimmt
- Fieber, Schluckbeschwerden oder eine Mundöffnung, die schlechter wird
- Taubheitsgefühl, das nach dem Abklingen der Betäubung bleibt
- starke Schmerzen, die vom dritten Tag an zunehmen
Zu den Sprechzeiten erreichen Sie uns unter Telefon (05121) 69 773 - 0. Außerhalb der Sprechzeiten wenden Sie sich an den zahnärztlichen Notdienst Hildesheim, Telefon (05121) 40 80 505, oder an den ärztlichen Bereitschaftsdienst, Telefon 116 117. Bei starker Blutung oder Atemnot rufen Sie den Rettungsdienst (112).