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Dr. Jörg KnopMund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie

Weisheitszähne

Wann Weisheitszähne raus müssen, wie der Eingriff abläuft und was in den Tagen danach hilft.

Wann sie raus müssen, wann nicht

Weisheitszähne sind die hintersten Zähne in jedem Kieferviertel. Sie brechen meist zwischen 17 und 25 durch, bei vielen Menschen schräg, nur zum Teil oder gar nicht, weil der Platz fehlt. Ein Weisheitszahn, der vollständig durchgebrochen ist, gesund bleibt und sich gut reinigen lässt, kann bleiben.

Eine Entfernung empfehlen wir, wenn sich das Zahnfleisch über dem teilweise durchgebrochenen Zahn wiederholt entzündet, wenn der Zahn den Nachbarzahn schädigt oder Karies an einer Stelle hat, die nicht zu behandeln ist, wenn sich um den Zahn eine Zyste gebildet hat oder wenn er einer kieferorthopädischen Behandlung im Weg steht. Ob das bei Ihnen zutrifft, klären wir mit einer Untersuchung und einem Röntgenbild. Liegt der Zahn nahe am Unterkiefernerv, machen wir vorher eine 3D-Aufnahme (DVT).

Der Ablauf im Überblick

  1. Untersuchung. Mit einer Untersuchung und einem Röntgenbild klären wir, ob der Zahn entfernt werden sollte. Liegt er nahe am Unterkiefernerv, machen wir vorher eine 3D-Aufnahme (DVT).
  2. Aufklärung. Wir besprechen mit Ihnen den Eingriff, die Betäubung und die Risiken.
  3. Eingriff. Ambulant in der Praxis, meist in örtlicher Betäubung, je nach Lage zehn bis dreißig Minuten pro Zahn.
  4. Die ersten Tage. Die Schwellung ist am zweiten und dritten Tag am stärksten. Kühlen, weich essen, Sport, Sauna und Nikotin meiden.
  5. Nach etwa einer Woche. Wir ziehen die Fäden.

Der Eingriff

Die Entfernung erfolgt ambulant in der Praxis. Meist reicht eine örtliche Betäubung. Das Zahnfleisch wird eröffnet, der Zahn freigelegt, bei Bedarf geteilt und entfernt, die Wunde vernäht. Je nach Lage dauert das pro Zahn zehn bis dreißig Minuten.

Sollen alle vier Weisheitszähne entfernt werden, geht das in einer Sitzung oder in zwei Sitzungen, jeweils eine Seite. Auf Wunsch, bei Angst oder bei mehreren Zähnen ist der Eingriff im Dämmerschlaf (Sedierung) oder in Vollnarkose möglich; dann brauchen Sie eine Begleitperson und dürfen an diesem Tag nicht selbst fahren.

Über die Risiken sprechen wir vorher mit Ihnen. Dazu gehören Nachblutung, Infektion und, bei Zähnen nahe am Nerv, ein Taubheitsgefühl an Unterlippe oder Zunge, das in den meisten Fällen vorübergehend ist.

Die Tage danach

Eine Schwellung der Wange ist normal. Sie ist am zweiten und dritten Tag am stärksten und geht dann zurück. Kühlen Sie in den ersten zwei Tagen von außen, essen Sie weich und nicht zu heiß, verzichten Sie eine Woche auf Sport, Sauna und Nikotin. Spülen Sie am Tag des Eingriffs nicht, damit sich das Blutgerinnsel in der Wunde bildet; ab dem Folgetag putzen Sie wie gewohnt und sparen die Wunde aus.

Schmerzmittel bekommen Sie von uns verordnet. Die Fäden ziehen wir nach etwa einer Woche. Eine Krankschreibung für zwei bis drei Tage ist möglich.

Rufen Sie an, wenn die Wunde nach dem ersten Tag noch stark blutet, wenn die Schwellung ab dem vierten Tag wieder zunimmt oder wenn Fieber auftritt. Mehr dazu unter Vor und nach dem Eingriff.

Kosten

Bei gesetzlich Versicherten übernimmt die Krankenkasse die Entfernung. Dämmerschlaf (Sedierung) oder Vollnarkose zahlt die Kasse nur bei medizinischer Begründung, sonst ist das eine Privatleistung, deren Kosten wir Ihnen vorher nennen. Privatversicherte erhalten eine Rechnung nach der Gebührenordnung.

Fragen oder Terminwunsch?

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gern persönlich.

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